Sa 23. März Einlass
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Jan Blomqvist & Band

Disconnected Tour
Sa 23 Mrz
Tickets Örtlicher Veranstalter Tickets auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen verfügbar

Getrennte Verbindungen, fehlender Kontakt zur Realität, unzusammenhängende Narrationen. Das neue Album von Jan Blomqvist heißt disconnected, spielt aber in einer Zeit, die eigentlich bestimmt ist vom Gegenteil, nämlich vom „connected“ sein. Es geht um unsere Zeit, um unsere Generation. Die Welt erscheint zunehmend verknüpft, über E-Mail, Facebook, Instagram. Jeder folgt jedem, in Echtzeit, liest und liked Posts, Kommentare und Fotos. Avatare, Pro le, Handles, kommuni- zieren vielstimmig, verwoben auf unterschiedlichen Kanälen. Der menschliche Umgang hat sich verändert, er vollzieht sich zum großen Teil in der virtuellen Welt. Die reale Welt schrumpft, Zeit dehnt sich.

Manchmal scheint es aber auch, als würde die virtuelle Nähe und Vernetzung eine Entfernung der Menschen im analogen be- dingen, mitunter erscheint die Vielfalt der Möglichkeiten erdrück- end. In dieser Welt „disconnected“ zu sein, kann sowohl

Fluch(t) als auch (Er-)lösung bedeuten.

Das Album spürt diesen Bedeutungsebenen des „Disconnected -Seins“ in unserer Zeit in 13 Tracks nach. Wie ein Hintergrund- rauschen begleiteten dabei folgende Fragen den Entstehungs- prozess von Musik, Text, Stimmung und Design des Albums:
Was bedeutet es, wenn Menschen in zwei Welten leben, einer virtuellen und einer realen? Wie stehen diese Welten zueinander? Was passiert wenn virtuell connected bedeutet, sich im realen Leben disconnected zu fühlen? Oder anders: Was passiert, wenn das analoge Leben verblasst hinter dem Glamour des Insta- gram lters, wenn das eigene Sel e viel spannender ist als der Mensch der die Kamera auslöst, wenn das Pro l mehr Freunde hat und häu ger geliked wird als der Mensch dahinter?

Ist digital besser?

Das Release ist auch auf formaler Ebene „disconnected“. Seine Stringenz wird unterbrochen, die Tracks im Laufe des Sommers auf mehreren Mini-Alben mit höchstens 5 Songs verö entlicht. Diese Fragmentierung spiegelt die Entstehungsbedingungen wider, die ebenso zum Grundthema passen. Denn aufgenommen, produziert und geschrieben wurde disconnected an unter- schiedlichen Orten, in Island, Kalifornien, New York und natürlich Berlin, in Zusammenarbeit mit Felix Lehmann und Ryan Mathiesen. Im Herbst erscheint dann schließlich das Gesamtwerk, dass

das unterbrochene Narrativ wieder zusammenfügt, auditiv und visuell. Musikalisch knüpft disconnected an den unverkenn- lichen Blomqvist-Sound an. Und klingt dabei aber doch erwach- sener und geradliniger. Jan Blomqvist meldet sich 2018, zwei Jahre nach seinem fulminanten Debüt Remote Control, dass den Musiker und seine Band um die Welt führte, nun also zurück.

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